Griechenland: Tausende Flüchtlinge schutzlos in der Kälte – und bald endet der Abschiebestopp

In Griechenland sind Tausende Geflüchtete der Kälte ausgesetzt, weil ihre Behausungen nur unzureichenden Schutz bieten. Trotzdem will das Bundesinnenministerium ab 15. März wieder dorthin abschieben.

Die Stellungnahme von PRO ASYL hierzu lesen Sie hier:

https://www.proasyl.de/news/griechenland-tausende-fluechtlinge-schutzlos-in-der-kaelte-und-bald-endet-der-abschiebestopp/

 

2016: Das tödlichste Jahr in der Geschichte der EU-Flüchtlingspolitik

Jeder 41. Flüchtling stirbt bei Überfahrt

5.022 tote Flüchtlinge im Mittelmeer 2016 (UNHCR; Stand: 29.12.) – das sind noch einmal deutlich mehr als die 3.771 dokumentierten Ertrunkenen im bislang tödlichsten Jahr 2015. Die meisten Menschen starben dabei auf der Fluchtroute über das zentrale Mittelmeer.

Die ganze erschreckende Meldung lesen Sie hier:
http://www.proasyl.de/news/2016-das-toedlichste-jahr-in-der-geschichte-der-eu-fluechtlingspolitik

PRO ASYL: Abschiebungen nach Afghanistan gefährden Menschenleben

PRO ASYL appelliert an Länder, Abschiebungen nach Afghanistan zu verhindern

PRO ASYL-Geschäftsführer Günter Burkhardt appelliert an die SPD-, grün und links mitregierten Bundesländer, Menschenrechtsverletzungen infolge von Abschiebungen zu verhindern und sich nicht an Abschiebungen nach Afghanistan zu beteiligen.

Abschiebungen nach Afghanistan sind skrupellos und gefährden Menschenleben. „Einfach Menschen nach Kabul fliegen, ausladen und sie ihrem ungewissen Schicksal überlassen, ist verantwortungslos“, kritisiert Burkhardt. „Die dort angeblich sicheren Gebiete sind nicht erreichbar und was heute angeblich sicher ist, ist es morgen nicht mehr.“

Tausende Tote, Kampfhandlungen in 31 von 34 Provinzen und Hundertausende von Binnenvertriebenen sind in Afghanistan die Realität. „Wir erwarten, dass die SPD-, grün und links mitregierten Länder den Rechtsruck der CDU nicht mitmachen“, sagt Burkhardt.

Flüchtlingsorganisationen fordern faire und sorgfältige Asylverfahren

Wohlfahrtsverbände, Menschenrechtsorganisationen, Anwalts- und Richtervereinigungen haben am 30.11.2016 ein „Memorandum für faire und sorgfältige Asylverfahren in Deutschland – Standards zur Gewährleistung der asylrechtlichen Verfahrensgarantien“ veröffentlicht.

Anlass waren strukturelle Mängel im deutschen Asylverfahren. Das Memorandum benennt die gesetzlichen Vorgaben und Pflichten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in den verschiedenen Phasen des Asylverfahrens und stellt diesen die häufigsten festgestellten Mängel gegenüber. Anhand von Beispielsfällen werden einzelne Problembereiche besonders hervorgehoben.

Das komplette Memorandum fiden Sie hier: memorandum-fuer-faire-und-sorgfaeltige-asylverfahren-in-deutschland-2016

PRO ASYL kritisiert Abschiebungspläne für AfghanInnen

Die Konferenz der Innenminister und -senatoren von Bund und Ländern (IMK) tagt ab Dienstag, 29.11.2016, in Saarbrücken. PRO ASYL hat die IMK im Vorfeld aufgefordert, nochmals über die drohenden Abschiebungen für afghanische Staatsangehörige zu beraten. PRO ASYL fordert einen Verzicht auf Abschiebungen, einen sicheren Aufenthaltsstatus mit dem Recht auf Familiennachzug und ein Ende der Verunsicherungsstrategie gegen afghanische Flüchtlinge, deren einer Bestandteil die Absenkung der Schutzquoten in der Entscheidungspraxis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ist. Völlig gegenläufig zu einer Verschlechterung der Verhältnisse in Afghanistan wird nicht mehr Flüchtlingsschutz gewährt, sondern weniger.

Mehr dazu erfahren Sie hier: pro-asyl-brief-an-die-imk-extrakte

Konferenz Diakonie und Entwicklung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt

Bereits im Oktober hat die Konferenz Diakonie und Entwicklung, das höchste beschlussfassende Gremium des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung, bei ihrer Tagung in Dresden eine Erklärung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Integration von Flüchtlingen verabschiedet.

Näheres und die Presseerklärung lesen Sie hier: erklaerung-der-diakonischen-konferenz-zum-gesellschaftlichen-zusammenhalt

PRO ASYL kritisiert Kurswechsel beim Familiennachzug

Eltern dürfen einreisen, Kinder müssen draußen bleiben

PRO ASYL und der Flüchtlingsrat Niedersachsen: „Erbarmungslos inhuman“

PRO ASYL und der Flüchtlingsrat Niedersachsen prangern einen brutalen Kurswechsel beim Familiennachzug zu in Deutschland anerkannten minderjährigen Flüchtlingen an: Die Eltern dürfen kommen, die minderjährigen Geschwister jedoch nicht. Diese Praxis ist erbarmungslos inhuman.
Die vollständige Presseerklärung finden Sie hier:

https://www.proasyl.de/pressemitteilung/hartherziger-kurswechsel-beim-familiennachzug-eltern-duerfen-einreisen-kinder-muessen-draussen-bleiben