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VERANSTALTUNG

Kirchenasyl

Kirchenasyl als „ultima ratio“, als letzte Möglichkeit, einen Asylantrag in Deutschland stellen zu können, wird durchaus unterschiedlich bewertet: ist es „gerecht“, einigen wenigen eine zusätzliche Chance zu eröffnen? Wie ist Kirchenasyl eigentlich rechtlich aufgestellt? Was kommt auf Gemeinden zu, wie erleben Betroffene Kirchenasyl? Wer kümmert sich worum? Und was passiert nach Beendigung des Kirchenasyls?

Was hat sich nach dem Beschluss der Innenministerkonferenz im Juni 2018 geändert?

Diese und weitere Fragen wollen wir gerne erörtern: mit Gemeindevertreter*innen, Pastor*innen und allen, die sich mit dieser Form des „zivilen Ungehorsams“ auseinandersetzen wollen.

Wir möchten mit der Veranstaltung Mut machen, sich mit dem Thema „Kirchenasyl“ und Asylpolitik allgemein (neu) zu beschäftigen und Denkanstöße in die Gemeinden mitzunehmen.

Dominique Köstens

Rechtsanwältin für Migrations- und Strafrecht, Bremen

Holger Diekmann

Flüchtlingsrat Bremen

Doris Nauland

Geschäftsführerin im Verein Zuflucht, Ansprechpartnerin der Bremischen Ev. Kirche für das BAMF/Kirchenasyl.

Die Veranstaltung findet statt am

Mittwoch, 16.1.2019 um 17.30 Uhr

im forum Kirche, Hollerallee 75, 28209 Bremen, Straßenbahnen 6, 8 und Bus 24: Haltestelle „Am Stern“.

Vortrag: Neuere Entwicklungen und Perspektiven im Flüchtlings- und Aufenthaltsrecht

„Flüchtlingskrise“ – und wie schaffen wir das? Nur mit Verkürzungen von Asylverfahren, Verringerungen sozialer Leistungen für Flüchtlinge und der politischen Behauptung, immer mehr Staaten seien „sichere Herkunftsstaaten“? Welche Konzepte verfolgen die europäischen Institutionen, welche die Bundesregierung, das Parlament und das BAMF? Was müsste in diesem Bereich geschehen und was sollte unterbleiben? Diesen Fragen wird sich … Weiterlesen

Pakt mit Despoten: Fluchtverhinderung um jeden Preis?

In Kooperation mit Eritrea, Sudan und Südsudan will die EU Fluchtursachen bekämpfen und gegen kommerzielle Fluchthelfer vorgehen. Länder, aus denen Menschen fliehen und in denen schwerste Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind. Interne EU-Dokumente bestätigen: Die Skrupellosigkeit der EU kennt keine Grenzen wenn es um Fluchtverhinderung geht.

Grenzmanagement und Schlepperbekämpfung

Dem ARD-Magazin „Monitor“Weiterlesen