*Notanker Kirchenasyl*

Freitag., 20. Juni 20 – 21. 30 Uhr in der Kulturkirche St. Stephani

Wir diskutieren Möglichkeiten und Chancen eines Kirchenasyls sowohl für die betroffenen Flüchtlinge, als auch für die Kirchengemeinden mit:

Brigitte Ewald, Gemeindevorstand Erlöserkiche
Pastorin Inge Kuschnerus, Melanchthon Gemeinde
Rechtsanwalt Alexander Wagner
Sabine Zetsche, Flüchtlingsinitiative Bremen e.V.
Moderation: Britta Ratsch-Menke

Veranstalter: Bremer Rat für Integration, Flüchtlingsinitiative Bremen e.V., Zuflucht e.V. und Flüchtlingsrat Bremen

Zum Hintergrund: Im Jahr 2013 erreichte die Zahl der aus Deutschland abgeschobenen Menschen mit über 10.200 einen traurigen Höhepunkt. Über ein Drittel dieser Abschiebungen sind sog. Dublin-Fälle: Flüchtlinge, die in andere EU-Staaten abgeschoben werden, weil sie dort bereits registriert wurden.
Obwohl bekannt ist, dass Asylsuchenden in vielen EU-Staaten Inhaftierung, Abschiebung, Misshandlung oder menschenunwürdige Lebensbedingungen drohen, hält die Bundesregierung fest an den problematischen Rückführungsverfahren. Ist die Rückführung nach einem halben Jahr nicht vollzogen, besteht das Recht zur Durchführung eines Asylverfahrens in Deutschland.
Ein Kirchenasyl ist häufig die letzte Möglichkeit, um im Einzelfall Menschenrechtsverletzungen abzuwenden. Derzeit gibt es in Deutschland 100 Kirchenasyle. Auch Bremer Kirchengemeinden bieten auf diese Weise Flüchtlingen Schutz: 6 Kirchenasyle gab es in den letzten Jahren in Bremen.

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