Pakt mit Despoten: Fluchtverhinderung um jeden Preis?

In Kooperation mit Eritrea, Sudan und Südsudan will die EU Fluchtursachen bekämpfen und gegen kommerzielle Fluchthelfer vorgehen. Länder, aus denen Menschen fliehen und in denen schwerste Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind. Interne EU-Dokumente bestätigen: Die Skrupellosigkeit der EU kennt keine Grenzen wenn es um Fluchtverhinderung geht.

Grenzmanagement und Schlepperbekämpfung

Dem ARD-Magazin „Monitor“ liegen interne EU-Dokumente zum sogenannten Khartoum-Prozess vor, die Brisanz haben: Länder wie Eritrea, Sudan und Südsudan sollen in das europäische Grenzmanagement eingespannt werden, um im Vorfeld Europas Fluchtbewegungen zu verhindern. Was bereits mit der Unterzeichnung der Erklärung von Khartoum in die Wege geleitet wurde, wird nun konkreter: Dem Monitor-Bericht zufolge ist geplant, „Institutionen der Regierung in Eritrea zu stärken“ und sie bei der Bekämpfung von kommerziellen Fluchthelfern zu unterstützen.

Im Sudan sollen Beamte im „Migrationsmanagement“ geschult werden, das „Grenzmanagement“ des Südsudans soll verbessert werden. Darüber hinaus ist die Einrichtung eines „Trainingszentrums“  an der Polizeiakademie in Ägypten geplant. Polizeibeamte und Strafverfolgungsbehörden verschiedener afrikanischen Staaten sollen dort geschult werden.


Mehr Informationen finden Sie auf der Website von Pro Asyl

 

Projekt „Gemeinsam in Bremen – Bremer*innen helfen Flüchtlingen – Flüchtlinge helfen Bremer*innen“

Gemeinsam in Bremen - Bremer*innen helfen Flüchtlingen. Flüchtlinge helfen Bremer*innen

Dieses Projekt versucht BremerInnen und Flüchtlinge in Kontakt zu bringen, um sich gegenseitig zu helfen. Denn viele haben etwas zu geben, ob Zeit für andere oder Dinge, die sie übrig haben. BremerInnen können sich also entweder mit Zeit- oder Sachspenden einbringen. Auf der Website gibt es die Kategorien „Angebote“ und „Gesuche“, unter denen eigene Beiträge eingestellt werden können. Weiterhin können sich Interessierte hier darüber informieren, wo noch engagierte BremerInnen gesucht werden. Die Website hilft demnach dabei, diejenigen, die sich mit ihrer Spende engagieren möchten und die, die etwas suchen, in Kontakt zu bringen.
Unter dem Button „Bibliothek“ gibt es viele Hinweise und Informationen zu unterschiedlichen Themen in der Arbeit mit Geflüchteten.

 

Hier finden Sie den Link zur Website „Gemeinsam in Bremen (GiB)

 

 

 

Ausstellungen „Homeland / Heimat“ von Herwig Gillerke und „20 Jahre Zuflucht – Ökumenische Ausländerarbeit e.V. Christliches Engagement für Flüchtlinge 1994 – heute“

Beide bis Freitag, 26. Juni in der Kulturkirche St. Stefani

Die Ausstellung „Homeland / Heimat“ ist das Resultat der Begegnung des Bremer Künstlers mit Flüchtlingen, die 2014 in Bremen angekommen sind.

Während der Studienzeit ist Herwig Gillerke viel in afrikanische oder arabische Länder gereist. Seit seiner Kindheit setzt er sich mit dem Phänomen des „Fremd-Seins“ biographisch und künstlerisch auseinander.

Die Ausstellung „20 Jahre  Zuflucht  –  Ökumenische Ausländerarbeit e.V. Christliches Engagement  für Flüchtlinge 1994 – heute“ wird ebenfalls in der Kulturkirche gezeigt. Sie dokumentiert die Tätigkeit des Vereins Zuflucht  –  Ökumenische Ausländerarbeit e.V. während seines zwanzigjährigen Bestehens.

 

Fachtag zur geschlossenen Unterbringung in Bremen

Vorträge, Workshops und Diskussion am 15. Juni 2015, 10- 17 Uhr in der Stadtbibliothek Bremen

Jugendhilfe hinter Gittern? Unlängst hat der Senat der Hansestadt Bremen beschlossen, eine geschlossene Einrichtung für Minderjährige im Rahmen der Jugendhilfe zu schaffen. Das Jugendhilfesystem ist überlastet. Die Wohn-, Lebens- und Betreuungssituation für minderjährige Flüchtlinge ohne Eltern ist beschämend schlecht, die Polizei bildet Sonderkommissionen und die Politik ist bereit in die Grauzonen der Hilfe zur Erziehung vorzustoßen: Mit einem 3-Stufen Konzept auf dem Gelände der JVA Oslebshausen: 1. Stufe geschlossen, 2. Stufe fakultativ geschlossen, 3. Stufe offen.
Doch was bedeutet eine geschlossene Unterbringung (GU) ausgerechnet für die Rechtlosesten, die minderjährigen Gefl ohenen ohne Eltern und welche Alternativen könnte es geben? Denn die GU soll ausschließlich auf Jugendliche mit Fluchterfahrung zugeschnitten sein, dabei ist Delinquenz nicht herkunftsspezifisch.

Kann ein Jugendlicher durch Fachleute intensiv begleitet werden und in seiner eigenen Wohnung leben?
Könnten für das Geld, das eine geschlossene Einrichtung pro Jugendlichen kostet, mehrBetreuerInnen in Vollzeit beschäftigt werden?
Welche Erfahrungen wurden in Bremen mit geschlossenen Unterbringungen in der Vergangenheit gemacht?
Diesen und anderen Fragen möchten wir auf den Grund gehen.

Der Fachtag richtet sich an Fachkräfte aus dem Bereich Soziales, Jugend, Familie, Migrations- und Flüchtlingsberatung, Ehrenamtliche und Interessierte.
Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.
Teilnahmebeitrag nach Selbsteinschätzung. Anmeldung unter: fachtag@fluechtlingsrat-bremen.de
Wir bitten um Anmeldung per Mail!

Vorträge:

(1) Praktizierte Punitivität? Die Geschlossene Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe.
Prof. Dr. Michael Lindenberg, Hamburg, Sozialarbeiter und Kriminologe
(2) Widerstand gegen die Instrumentalisierung Sozialer Arbeit durch (Kriminal-)politik.
Prof. Dr. Frank Bettinger (Bremer Institut für Soziale Arbeit und Entwicklung / Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit Bremen)

Workshops:

(1) Raus bist du noch lange nicht, sag’ mir erst, wie alt du bist. Altersfestsetzung, Unterbringung und Umverteilung – über kindeswohlgefährdenden Umgang mit unbegleiteten (minderjährigen) Flüchtlingen (UMF).
Sylvi Pfeifer (Fluchtraum Bremen), Marc Millies (Flüchtlingsrat Bremen)
(2) Psychosoziale Bedürfnisse von traumatisierten UMF’s – Psychotraumatologie und Praxiserfahrungen.
Ralph Keller, Dipl.-Sozialpädagoge, Dipl.-Musiktherapeut (REFUGIO Bremen)
(3) Bestandsaufnahme aufenthalts- und strafrechtlicher Rahmenbedingungen.
Rechtsanwalt Philip Martel, Bremen, Claudia Jacob, Dipl.-Sozialpäd. (Flüchtlingsrat Bremen)
(4) Hilfe nach »Abstammung«? Pädagogische Ungleichbehandlung von besonders Schutzbedürftigen.
Mark Birnstiel (Bremer Institut für Soziale Arbeit und Entwicklung / Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit), Sofia Leonidakis (Flüchtlingsaktivistin)

Eine Veranstaltung vom Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit, BISA+E und Flüchtlingsrat Bremen in Kooperation mit dem Bremer Bündnis Soziale Arbeit
Den Flyer finden Sie hier: Flyer „Fachtag zur geschlossenen Unterbringung für Jugendliche

Filmvorführung „Heute bin ich Samba“

Dienstag, 23. Juni, 20.00 Uhr im Kino CITY 46, Birkenstraße 1

Komödie über einen Illegalen Einwanderer in Paris, der zugleich Verfolgung und Solidarität erlebt.

Nach „Ziemlich beste Freunde“ der zweite Film des Regieduos Toledano / Nakache mit Omar Sy.

Einführung: Pastor i.R. Louis-Ferdinand von Zobeltitz

Im Anschluss Diskussion mit Britta-Ratsch-Menke vom Verein Zuflucht – Ökumenische Ausländerarbeit: Ist so etwas auch in Bremen vorstellbar?

Zuflucht in Kooperation mit der Kulturkirche St. Stephani, dem Arbeitskreis KIRCHE & KINO und dem City 46.

Ökumenischer Kulturgottesdienst zum Weltflüchtlingstag

Sonntag, 14. Juni, 18.00 Uhr, Kulturkirche St. Stephani

Die UNO hat den 20. Juni zum „Weltflüchtlingstag“ ausgerufen, um auf die Not von über 40 Millionen Flüchtlingen aufmerksam zu machen.

Die Kirchen Europas gedenken der Asylsuchenden und Flüchtlinge, die gestorben sind auf ihrer Suche nach einem menschenwürdigen Leben in Europa.

Liturgie und Texte. Pastorin Dietmut Meyer und Team

Musik: Bremer Kantorei St. Stefani, Leitung Tim Günther

Zuflucht in Kooperation mit der Kulturkirche St. Stephani

Szenische Lesung mit Musik – ein Morgen vor Lampedusa

Freitag, 12. Juni, 19.30 Uhr, in der Kulturkirche St. Stephani Bremen

Vor der italienischen Insel Lampedusa versinkt am 3. Oktober 2013 ein mit 545 Flüchtlingen völlig überladener Kutter. 366 von ihnen ertrinken. Das Stück des Autors Antonio Riccò thematisiert das Schicksal der Bootsflüchtlinge, lässt die wenigen Überlebenden ebenso zu Wort kommen wie Inselbewohner/innen. Die Musik des Komponisten Francesco Impastato kommentiert den erschütternden Text. Es lesen: Almut Hinz, Carolin Winter, Hans-Gerhard Klatt, Cornelius Kopf-Finke und Tasso Alexandro Richetti. Im Anschluss: Publikumsgespräch mit Prof. Dr. Holger Hoffmann, Rechtsexperte für Ausländer- und Asylrecht FH Bielefeld (angefragt). Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Ein Morgen vor Lampedusa

Link zum vollständigen Flyer: Flyer „Ein Morgen vor Lampedusa“

 

 

Einladung zur Gedenkfeier für die im Mittelmeer zu Tausenden ertrunkenen Flüchtlinge

Annelie Keil und Diemut Meyer (Kulturkirche St. Stephani) laden ein zu einer Gedenkfeier für die im Mittelmeer zu Tausenden ertrunkenen Flüchtlinge. „Wir möchten der Toten gedenken und der Trauer einen Ort geben“, so Annelie Keil und Diemut Meyer. Alleine in den letzten Tagen wurden über 1.000 Menschen Opfer der gnadenlosen europäischen Flüchtlingspolitik.

 

„Wir trauern und verneigen uns vor den Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Terror und Hunger einen Ort zum Leben suchten und an den Grenzen Europas spurlos im Mittelmeer ertranken. Im stillen Gedenken wollen wir unsere Kerzen anzünden und innehalten“.

Gedenkfeier für die ertrunkenen Flüchtlinge im Mittelmeer
Mittwoch, 29. April, 18 bis 19 Uhr
Kulturkirche St. Stephani
Stephanikirchhof 8, Bremen

Die Gedenkfeier ist offen für alle, die um die Opfer trauern und ihrer gedenken wollen: Musik – Kerzen – Stille – Fürbitten

Anzeige_Gedenkfeier_für_Flüchtlinge

Aufruf zur Unterzeichnung einer Petition
‚Europa darf nicht wegschauen, wenn Flüchtlinge an seinen Außengrenzen ertrinken‘

https://weact.campact.de/petitions/europa-darf-nicht-wegschauen-wenn-fluchtlinge-an-seinen-aussengrenzen-ertrinken

Online – Petition gegen eine geschlossene Unterbringung von UMF in Bremen

Noch vor wenigen Tagen hat der Senat verkündet: „Die Frage einer Einrichtung mit der Möglichkeit von freiheitsentziehenden Maßnahmen von straffälligen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ist im Senat nicht umstritten.“. Tatsächlich gibt es viele gute Gründe, die geschlossene Unterbringung (GU) abzulehnen: Von den schlechten Erfahrungen z.B. der Haasenburg angefangen über die fachliche Einschätzung, dass Freiheitsentzug sich meist langfristig gesehen eher kontraproduktiv auswirkt.

Olaf Emig vom Bremer Bündnis Soziale Arbeit hat daher eine Petition gegen die geschlossene Unterbringung von UMF eingereicht, die mensch unterzeichnen kann unter

http://tinyurl.com/laxa2ay

Bitte unterstützen und weiterleiten!

Weitere Infos, Stellungnahmen und Zeitungsartikel zur geschlossenen Unterbringung gibt es hier:

http://bremerbuendnissozialearbeit.jimdo.com/aktionen-fachtage/robuste-jugendhilfe-debatte-geschlossene-unterbringung/