Flüchtlingsorganisationen fordern faire und sorgfältige Asylverfahren

Wohlfahrtsverbände, Menschenrechtsorganisationen, Anwalts- und Richtervereinigungen haben am 30.11.2016 ein „Memorandum für faire und sorgfältige Asylverfahren in Deutschland – Standards zur Gewährleistung der asylrechtlichen Verfahrensgarantien“ veröffentlicht.

Anlass waren strukturelle Mängel im deutschen Asylverfahren. Das Memorandum benennt die gesetzlichen Vorgaben und Pflichten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in den verschiedenen Phasen des Asylverfahrens und stellt diesen die häufigsten festgestellten Mängel gegenüber. Anhand von Beispielsfällen werden einzelne Problembereiche besonders hervorgehoben.

Das komplette Memorandum fiden Sie hier: memorandum-fuer-faire-und-sorgfaeltige-asylverfahren-in-deutschland-2016

PRO ASYL kritisiert Abschiebungspläne für AfghanInnen

Die Konferenz der Innenminister und -senatoren von Bund und Ländern (IMK) tagt ab Dienstag, 29.11.2016, in Saarbrücken. PRO ASYL hat die IMK im Vorfeld aufgefordert, nochmals über die drohenden Abschiebungen für afghanische Staatsangehörige zu beraten. PRO ASYL fordert einen Verzicht auf Abschiebungen, einen sicheren Aufenthaltsstatus mit dem Recht auf Familiennachzug und ein Ende der Verunsicherungsstrategie gegen afghanische Flüchtlinge, deren einer Bestandteil die Absenkung der Schutzquoten in der Entscheidungspraxis des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ist. Völlig gegenläufig zu einer Verschlechterung der Verhältnisse in Afghanistan wird nicht mehr Flüchtlingsschutz gewährt, sondern weniger.

Mehr dazu erfahren Sie hier: pro-asyl-brief-an-die-imk-extrakte

Konferenz Diakonie und Entwicklung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt

Bereits im Oktober hat die Konferenz Diakonie und Entwicklung, das höchste beschlussfassende Gremium des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung, bei ihrer Tagung in Dresden eine Erklärung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur Integration von Flüchtlingen verabschiedet.

Näheres und die Presseerklärung lesen Sie hier: erklaerung-der-diakonischen-konferenz-zum-gesellschaftlichen-zusammenhalt

PRO ASYL kritisiert Kurswechsel beim Familiennachzug

Eltern dürfen einreisen, Kinder müssen draußen bleiben

PRO ASYL und der Flüchtlingsrat Niedersachsen: „Erbarmungslos inhuman“

PRO ASYL und der Flüchtlingsrat Niedersachsen prangern einen brutalen Kurswechsel beim Familiennachzug zu in Deutschland anerkannten minderjährigen Flüchtlingen an: Die Eltern dürfen kommen, die minderjährigen Geschwister jedoch nicht. Diese Praxis ist erbarmungslos inhuman.
Die vollständige Presseerklärung finden Sie hier:

https://www.proasyl.de/pressemitteilung/hartherziger-kurswechsel-beim-familiennachzug-eltern-duerfen-einreisen-kinder-muessen-draussen-bleiben

 

Festung Europa

Nachdem im letzten Jahr mehr Menschen als je zuvor in Europa Schutz gesucht haben, setzen die europäischen Staats- und Regierungschefs alles daran, die Grenzkontrollen möglichst in die Transit- und Herkunftsländer zu verlegen und die Geflüchteten möglichst in diesen Ländern zu halten.

Wie Fluchtursachen, Flucht- und Migrationsbewegungen und die politische und wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsländern zusammenhängen, beleuchte Sophia Wirsching von Brot für die Welt.

Näheres zu der Veranstaltung, die Brot für die Welt in Kooperation mit Zuflucht – Ökumenische Ausländerarbeit e.V. und anderen Initiativen und Organisationen anbietet, finden Sie hier

PRO ASYL kritisiert EU

PRO ASYL: EU betreibt Auslagerungs- und Abschiebungspolitik in neokolonialer Manier

Das Treffen der Staats- und Regierungschef der EU droht aus Sicht von PRO ASYL ein Abschottungsgipfel zu werden. Menschenrechtlich begründete Tabus scheinen sich für die Europäische Union erledigt zu haben. Sie fädelt einen Flüchtlingsbekämpfungsdeal nach dem anderen ein.

Den vollständigen Wortlaut finden Sie hier https://www.proasyl.de/pressemitteilung/europaeischer-rat-am-21-22-oktober-in-bruessel/

Bundesweiter Flüchtlingstag: Amnesty International und PRO ASYL kritisieren verantwortungslose EU-Flüchtlingspolitik

Beide Organisationen warnen die Europäische Union vor einer Zusammenarbeit in der Flüchtlingspolitik mit Staaten wie Ägypten oder dem Sudan, die Menschenrechtsverletzungen begehen. Außerdem kritisieren Amnesty und PRO ASYL die EU-Kommission für ihre geplanten Verschärfungen des Dublin-Verfahrens

Die ganze Pressemitteilung lesen Sie hier: erklarueng-pro-asyl-zum-fluechtlingstag-2016

Kirchen kritisieren Änderungen im Asylbewerberleistungsgesetz

„… Die Kirchen möchten die Gelegenheit nutzen, ihre grundsätzliche Kritik an einem eigenen Leistungsregime für Flüchtlinge zu erneuern. Sie haben von Beginn an dargelegt, dass ein solches nur schwer mit der gleichen Würde aller Menschen zu vereinbaren ist…..“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme des Bevollmächtigten des Rates der EKD und des Kommissariats der Deutschen Bischöfe.

Die komplette Stellungnahme lesen Sie hier: stellungnahme-der-kirchen-zum-asylbewerbereistungsgesetz-2016-9-12

Nicht zu tolerieren!

Anlässlich des Brandanschlags auf eine noch unbewohnte Unterkunft für Geflüchtete in der Nacht vom 19. auf den 20. September 2016 melden wir uns zu Wort:

Die Zahl der Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte steigt dramatisch. In der vergangenen Nacht ist auch in Bremen ein Brandanschlag auf eine – zum Glück – unbewohnte Flüchtlingsunterkunft in Huchting verübt worden.

Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen und bei uns in Bremen Schutz suchen, müssen sicher untergebracht werden.

Wir Christinnen und Christen begrüßen ausdrücklich die Aufnahme von Flüchtlingen in unserer Stadt und werden weiterhin unseren Beitrag angemessener Unterstützung leisten. Die Solidarität mit Menschen in Not ist für uns Handlungsmaxime und Auftrag. Wir werden keine Fremdenfeindlichkeit in Bremen dulden und jeder Form von Gewalt, die sich gegen Schutzsuchende richtet, unseren Widerstand entgegensetzen.

Rechte Hetzer und Attentäter sind eine Minderheit unserer Gesellschaft, die nicht mit unserem Einverständnis oder Stillschweigen rechnen kann. Wir stellen uns den plumpen Parolen mit Entschlossenheit entgegen, indem wir informieren und aufklären.

Unser Ziel ist das friedliche Zusammenleben der Kulturen und Religionen. Deshalb unterstützen und begleiten wir Geflüchtete und engagierte Bürgerinnen und Bürger bei ihrem Ankommen und Leben in Bremen.