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Neues FES impuls erschienen | Verhinderte Fachkräfte: Soziale Ausschlussmechanismen und Arbeitsmarktintegration

Bild: pixabay.com
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In vielen Bereichen der Wirtschaft sind Fachkräfte rar. Diesem Mangel lässt sich mit einer Maßnahme alleine sicherlich nicht wirksam entgegenwirken. Vielmehr muss eine ganze Reihe an Registern gezogen werden. Folgerichtig beschreibt die Fach-kräftestrategie der Bundesregierung fünf Handlungsfelder, in denen eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen werden soll.

 

Eines dieser Handlungsfelder ist mit dem Titel „Moderne Einwanderungspolitik, Reduzierung der Abwanderung“ über-schrieben. In diesem Zusammenhang wird auch die Verein-fachung von Anerkennungsverfahren für ausländische Bil-dungs- und Berufsabschlüsse in Aussicht gestellt.

 

Dass die Umsetzung dieses Vorhabens dringend angezeigt ist, zeigt auch das neue FES Impuls Papier „Verhinderte Fachkräf-te: Wie soziale Ausschlussmechanismen die Arbeitsmarktinte-gration von Fachkräften aus Nicht-EU-Ländern systematisch verhindern“.

 

Anhand von exemplarischen Fallbeispielen gibt die Autorin, die seit vielen Jahren in der arbeitsmarktorientierten Bil-dungsberatung für die Zielgruppe eingewanderter Frauen tätig ist, Einblick, woran es liegt, dass auch Personen, die eindeutig Fachkräfte sind, nicht immer als solche arbeiten bzw. arbeiten können. Dabei wird deutlich, dass das Zusam-menspiel aus rechtlichen Rahmenbedingungen, gesellschaft-lichen Vorurteile, aber auch administrativen Ermessensspiel-räumen einen wesentlichen Einfluss darauf hat, inwiefern Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern ihr Fachkraftpotenzial tat-sächlich in Arbeitsmarkt und Wirtschaft einbringen können.

 

Auch wenn das nun reformierte Fachkräfteeinwanderungs-gesetz einige dieser Hürden abbaut, so bestehen andere Aus-schlussmechanismen doch weiter fort.

 

Besonders wichtig ist es in diesem Zusammenhang die in der Fachkräftestrategie in Aussicht gestellte Vereinfachung der Anerkennungsverfahren für ausländische Bildungs- und Berufsabschlüsse nun schnell, deutschlandweit einheitlich und für alle Anerkennungswilligen fair, weil gleich und prak-tisch machbar, umzusetzen. Diese Maßnahme, zusammen mit einer rassismuskritischen Reflexion bestehender Vorurteile in Gesellschaft und auf Seite der Arbeitgebenden, hat das Poten-zial aus vielen bisher verkannten Fachkräften aus dem Aus-land aktive Fachkräfte zu machen.

 

(Quelle: fes.de)


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