
20 europäische Staaten haben von der EU-Kommission mehr Möglichkeiten gefordert, um Afghanen ohne Aufenthaltsrecht in ihre Heimat zurückzubringen.
Einen entsprechenden Brief an EU-Migrationskommissar Mag-nus Brunner unterzeichneten neben Deutschland, Bulgarien, Estland, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, die Slowakei, Schweden, Tschechien, Ungarn und Zypern. Auch Norwegen gehört zu den Unterzeichnern.
In dem Schreiben beklagen die Staaten, dass im vergangenen Jahr in der EU 22.870 Afghanen eine Rückführungsentschei-dung erhalten hätten, aber nur 435 von ihnen tatsächlich nach Afghanistan zurückgekehrt seien. Sie fordern, das Thema frei-williger und erzwungener Rückkehr nach Afghanistan als „ge-meinsame Verantwortung“ auf EU-Ebene anzugehen. Die Staaten fordern zudem, weitere Möglichkeiten für Abschie-bungen in das von den islamistischen Taliban beherrschte Land zu prüfen – mit Priorität auf Personen, „die eine Gefahr für die öffentliche Ordnung oder die nationale Sicherheit darstellen“.
(Quelle: migazin.de)
