
Mit der Entscheidung der US-Regierung, die Entwicklungs-agentur USAID einzustellen, droht eine massive Lücke in der weltweiten Entwicklungsfinanzierung. Diese Zäsur betrifft nicht nur Partnerländer im Globalen Süden, sondern wirkt sich auch unmittelbar auf Europa und Deutschland aus.
Auch das Bremer entwicklungspolitische Netzwerk (BeN) und seine über 35 Mitgliedsgruppen mit ihren Partnerorgani-sationen im Globalen Süden spüren die Folgen bereits jetzt: Projekte geraten unter Druck, Ko-Finanzierungen brechen weg, und langjährig aufgebaute Strukturen stehen auf dem Spiel.
Warum das relevant ist:
- Krisen wie Pandemien, Klimakatastrophen oder Konflikte machen nicht an Landesgrenzen halt – sie gefährden unsere eigene Gesundheit, Sicherheit und Wirtschaft.
- Instabilität und Armut in anderen Regionen führen zu Fluchtbewegungen und Unsicherheiten, die Europa direkt betreffen.
- Unterbrochene Lieferketten oder Absatzmärkte bedeu-ten auch für deutsche Unternehmen erhebliche wirt-schaftliche Rückschläge.
- Wer sich nicht engagiert, verliert Gestaltungsmacht und Glaubwürdigkeit in der internationalen Politik.
Was jetzt nötig ist:
Wir fordern eine Aufstockung der ODA- und EZ-Mittel, die in Projekte fließen, die auf Nachhaltigkeit, Unabhängigkeit, echte Partizipation, Transparenz und Bürokratieschlankheit setzen. Nationale Eigeninteressen müssen hinter einer voraus-schauenden globalen Verantwortung zurückstehen – denn nur so lassen sich langfristig Stabilität, Wohlstand und Sicherheit auch hierzulande sichern.
Das beigefügte Positionspapier „Wegfall von USAID: Globale Verantwortung beginnt in Bremen und Berlin“ enthält eine Analyse der Folgen sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Bund und Länder. Es zeigt, wie Bremen mit seinen inter-nationalen Partnerschaften und zivilgesellschaftlichen Initia-tiven beispielhaft Verantwortung übernimmt – und welche politischen Weichenstellungen jetzt nötig sind.
(Quelle: ben-bremen.de)
