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13 Organisationen beenden ihre operative Kommunikation mit der Leitstelle der libyschen Küstenwache und schließen sich zur "Justice Fleet" zusammen

Bild: pixabay.com
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Zehn Jahre nach Beginn ihrer ersten Missionen auf dem Mittel-meer entscheidet sich eine Allianz von Seenotretter*innen für einen drastischen Schritt: Als "Justice Fleet" beenden 13 Orga-nisationen ihre operative Kommunikation mit der Leitstelle der libyschen Küstenwache.

 

Denn diese Stelle koordiniert brutale Einsätze von einem Netz-werk bewaffneter Milizen, das von der Europäischen Union ausgebildet und technisch ausgerüstet wird. Die von den Ein-heiten auf dem Mittelmeer abgefangenen Geflüchteten wer-den häufig in Folterlager gebracht.

 

Auszug aus dem Aufruf: Handeln, um etwas zu verändern

 

"Stellen Sie sich Folgendes vor: Ihre eigene Regierung betreibt

Menschenhandel. Sie bezahlt und gründet kriminelle Banden, bewaffnet und trainiert sie, um Menschen auf See zu entfüh-ren, sie in gesetzlose Lager zu schleppen und dort einzusper-ren. Ohne Gerichtsverfahren. Ohne Einschränkungen. Unter brutalsten Bedingungen. Und wenn Sie versuchen, den Über-lebenden dieses Horrors zu helfen, werden Sie selbst zum Ziel staatlicher Repression.

 

Klingt dystopisch? Das ist die tägliche Realität an den Grenzen

Europas. Die EU finanziert libysche Milizen, um Menschen da-ran zu hindern, das Meer zu überqueren, um sie ohne Gerichts-verfahren einzusperren. Sklaverei, Vergewaltigung, Folter und Mord an Menschen auf der Flucht - die Vereinten Nationen sprechen aktiv von Verbrechen gegen

die Menschlichkeit in Libyen.

 

Hinzu kommt, dass Menschen auf der Flucht im Gegensatz zu europäischen NGOs wenig bis gar keine Aufmerksamkeit er-halten und oft nicht über die Mittel für eine rechtliche Vertre-tung verfügen, um ihre Rechte gegenüber europäischen Re-gierungen durchzusetzen.

 

Aber genug ist genug. Seit 10 Jahren leistet die zivile See-notrettung Erste Hilfe im Mittelmeer.  Dafür wurden wir blockiert, kriminalisiert und verleumdet.

 

Allein unter der derzeitigen rechtsextremen Regierung Italiens wurden unsere Rettungsschiffe über 700 Tage lang im Hafen festgehalten. Deshalb schließen wir uns jetzt stärker denn je zusammen, um gemeinsam die Menschenrechte und das internationale Seerecht zu verteidigen.

 

Weitere Infos und Unterstützung zeichnen hier

 

(Quelle: justicefleet.org)


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