
Eine Meldung aus Italien: nach einem Gerichtsurteil muss die italienische Regierung der Organisation Sea-Watch e.V. eine Entschädigung in Höhe von 76.000 Euro zahlen. Damit sollen entstandene Kosten für Hafengebühren, Schiffsdiesel und An-waltskosten erstattet werden, nachdem das Schiff „Sea-Watch 3“ 2019 über Monate von der damaligen Regierung festgesetzt worden war.
Grund für die Festsetzung war, dass das Schiff trotz Verbot auf der Insel Lampedusa angelegt hatte, nachdem es zwei Wo-chen lang mit Dutzenden Geretteten an Bord auf einen Hafen warten musste. Carola Rackete, die Kapitänin des Schiffes, wurde festgenommen. Das Verfahren gegen sie wurde jedoch 2021 eingestellt. Der ehemalige Ratsvorsitzende Heinrich Bed-ford-Strohm hat die Sea-Watch 3 und die Besatzung mehrfach in Italien besucht.
Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni reagierte empört auf das Urteil. In der vergangenen Woche einigten sich italienische Regierung auf einen neuen Gesetzentwurf, der die Verhängung einer „Seeblockade“ ermöglicht. Dadurch sollen Flüchtlings-boote gehindert werden, in italienische Gewässer einzufahren.
(Quelle: ekd.de)
